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Julius’ Dachblech-Tipps #3: T18, T20 oder T35? – Welches Profil passt zu meinem Projekt?

🛠️ Julius’ Dachblech-Tipps #3: T18, T20 oder T35 – Welches Profil passt zu meinem Projekt?

Hi, ich bin Julius – und wenn du beim Thema Trapezbleche schon mal an einem Wust aus Zahlen wie T18, T20, T35 oder 207 verzweifelt bist, dann bist du nicht allein.

Ich will dir heute zeigen, worauf es wirklich ankommt – und wie du in wenigen Minuten das richtige Profil für dein Projekt findest.

🔢 Was bedeutet T18, T20, T35 eigentlich?

Das T steht für die Profillierungsform und bezeichnet ein Trapezblech. Manche Hersteller wie Weckmann oder Münker nutzen stattdessen ihr Firmenkürzel (z. B. W20 oder M35).

Die Zahl nach dem „T“ steht für die Profilhöhe in Millimetern. Je höher das Profil, desto stabiler – aber auch desto markanter in der Optik.

Das hat direkte Auswirkungen auf:

  • Tragfähigkeit (wichtiger bei Dach, weniger bei Wand)
  • Wasserführung (Regenablauf bei flacher Neigung)
  • Optik (fein & dezent vs. stark & technisch)
  • Deckbreite (je höher das Trapez, desto schmaler die Gesamtbreite)

Wenn du noch unsicher bist, welches Material generell passt, lies zuerst:
Dachplatten im Vergleich – welches Material passt zu deinem Projekt?

📐 Welches Profil für welches Projekt?

Hier ist meine Faustregel – basierend auf über 10 Jahren Erfahrung:

Profil Einsatzbereich Stichworte
T18 Plus Wandverkleidung, Gartenhaus, Unterstand feine Optik, leicht, günstig
T20 kleinere Dächer, Nebengebäude, Schuppen robuster, auch für Dach geeignet
T35 Carport, Hausdach, große Flächen stabil, langlebig, PV-geeignet

🧠 Mein Praxistipp

Je länger die Platten sein sollen und je mehr Gewicht die Dachfläche tragen soll, desto höher das Profil.

Ein Schuppen, Holzlager oder eine Terrassenüberdachung kommen mit einem flachen T18 gut klar.

Ein Carport, das später vielleicht noch eine PV-Anlage tragen soll, sollte eher ein T35 bekommen – am besten mit Vlies.
👉 Dazu passt dieser Artikel:
Photovoltaik auf Metalldach – was beachten?

Baust du Dachflächen mit mehr als 9 m Länge oder wenig Gefälle, solltest du unbedingt vorher die Dachneigung prüfen:
Dachneigung richtig berechnen (inkl. Handy-Tool)

🔩 Montage nicht unterschätzen

Viele Fehler passieren nicht beim Blech – sondern bei der Verschraubung.
Hier zeige ich dir genau den Unterschied zwischen Tiefsicke und Hochsicke:

👉 Trapezblech richtig verschrauben – Profi-Anleitung

💧 Thema Antikondensvlies

Gerade bei Carports oder unbeheizten Dächern verhindert ein Vlies Tropfwasser.
Wann es sinnvoll ist, liest du hier:

👉 Antikondensvlies – sinnvoll oder unnötig?

💰 Preise vergleichen

Wenn du wissen willst, wie groß die Preisunterschiede zwischen T18, T20 und T35 wirklich sind:

👉 Trapezblech Preise & Profilvergleich ansehen

✅ Mein Fazit

Die Zahl im Trapezblech ist kein Geheimcode – sondern hilft dir, die richtige Mischung aus Optik, Stabilität und Preis zu finden.

Wenn du dir unsicher bist, ruf uns an oder nutze den Konfigurator.
Wir helfen dir, das passende Blech in der passenden Stärke zu finden – auf Maß gefertigt.

❓ Häufige Fragen

Ist T35 nicht zu massiv für mein kleines Dach?
Nein – optisch markanter, aber bei flacher Neigung oder längeren Bahnen oft die sicherere Wahl.
Kann ich T18 auch aufs Dach legen?
Ja – aber nur bei ausreichender Neigung. Unter 7° gelten Sonderregeln:
Montage bei geringer Dachneigung beachten
Wie finde ich die Deckbreite?
Unser Rechner kennt alle Nutzbreiten und berechnet alles automatisch:
Dach-Konfigurator starten

📞 Noch Fragen?

Schick uns ein Bild oder eine Skizze – wir schauen drauf und sagen dir ehrlich, was passt. Direkt, ohne Schnörkel.

👉 Du liest gerade einen Beitrag aus der Serie „Julius’ Dachblech-Tipps“.
Im nächsten Beitrag geht es um: Was bringt Antikondensvlies – und wann brauchst du es wirklich?