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Trapezblech Montageanleitung: Schritt für Schritt zum dichten Dach
Sie planen, Ihr Dach mit Trapezblechen selbst zu decken? Gute Entscheidung! Trapezbleche sind langlebig und montagefreundlich.
Doch der Teufel steckt im Detail: Falsches Werkzeug oder eine falsche Verlegerichtung können zu Rost und Undichtigkeiten führen.
In dieser Anleitung erfahren Sie exakt, worauf Sie achten müssen – basierend auf den technischen Vorgaben.
Inhalt:
1. Das richtige Werkzeug: Warum die Flex verboten ist
Bevor Sie das erste Blech schneiden, prüfen Sie Ihr Werkzeug. Um die Bleche passgenau zuzuschneiden, sollten Sie einen Knabber (Nibbler), eine Blechschere oder eine Kreissäge mit Spezialblatt für Metall verwenden.
⚠️ Wichtiger Warnhinweis
Verwenden Sie zum Schneiden niemals einen Trennschleifer (Flex)! Durch die enorme Hitzeentwicklung beim Schneiden verbrennt die Zinkbeschichtung. Zudem brennen sich die glühenden Funken in die Oberfläche ein. Die Folge: Das Blech beginnt an den Schnittkanten sofort zu rosten.
Profi-Tipp: Versiegeln Sie Schnittkanten immer sofort mit Reparaturfarbe, um den Korrosionsschutz wiederherzustellen.
2. Verlegerichtung & Start
Wo fangen Sie an? Die Trapezblech Verlegerichtung sollte immer entgegen der Hauptwetterrichtung erfolgen[cite: 2]. So verhindern Sie, dass der Wind Regenwasser unter die Überlappungen drückt.
- Beginnen Sie an der Traufe (unten) und arbeiten Sie sich zum First (oben) vor.
- Richten Sie die erste Platte exakt im rechten Winkel zur Traufe aus. Dies ist entscheidend, da sich kleine Abweichungen über die gesamte Dachlänge summieren (“Sägezahneffekt”).
3. Überlappung: Wie viel cm sind nötig?
Damit das Dach dicht bleibt, müssen sich die Bleche überlappen. Man unterscheidet zwischen der seitlichen Überlappung und dem Querstoß (Längsüberlappung).
Seitliche Überlappung
Legen Sie das Deckblech (mit der breiteren Auflage) immer über das vorherige Blech. Achten Sie darauf, dass die Antikapillarrille des unteren Blechs vom oberen Blech vollständig abgedeckt wird.
Längsüberlappung (Querstoß)
Wenn Ihre Dachlänge größer ist als die maximale Plattenlänge, müssen Sie stückeln. Die nötige Überlappung hängt von der Dachneigung ab:
| Dachneigung | Überlappung (cm) | Besonderheit |
|---|---|---|
| Unter 15° (flach) | min. 200 mm (20 cm) | Zusätzliches Dichtband in der Überlappung nötig! |
| Über 15° (steil) | min. 150 mm (15 cm) | Standard-Verlegung |
4. Befestigung: Schrauben pro m² & Position
Zur Befestigung nutzen Sie spezielle Bohrschrauben mit EPDM-Dichtscheibe. Ziehen Sie diese so fest an, dass die Gummidichtung leicht komprimiert wird, aber nicht seitlich herausquillt.
Planen Sie im Durchschnitt mit ca. 6 bis 8 Schrauben pro m². An den Rändern (Ortgang/Traufe/First) sollten Sie die Anzahl aufgrund der Windlast erhöhen.
Auf der Fläche wird grundsätzlich in der Tiefsicke (unten) geschraubt. Nur im Bereich der Längsüberlappung (wo zwei Bleche übereinander liegen) verschrauben Sie auf der Hochsicke (Obergurt), um die Bleche dicht aufeinander zu pressen.
Ganz wichtig zum Schluss: Reinigung
Entfernen Sie Bohrspäne sofort während der Montage mit einem weichen Besen! Wenn diese Metallspäne auf dem Dach liegen bleiben und rosten, fressen sie sich in die Beschichtung und verursachen unschöne Rostflecken auf Ihrem neuen Dach.
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Nutzen Sie unseren Dachkonfigurator für die exakte Berechnung Ihres Bedarfs.