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Dachmontage unter 4 Grad Gefälle – das musst du beachten: Flachdach-Profi-Tipps

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Dachmontage unter 4 Grad Gefälle – das musst du beachten: Sicherheit bei geringer Neigung

Die Dachmontage bei geringem Gefälle (unter 4 Grad) stellt extreme Anforderungen an Material und Abdichtung. Viele alte Quellen nennen pauschale Werte, doch nach aktuellem Stand (2026) gelten strengere Vorgaben, um echte Regensicherheit zu garantieren.

Unser Praxis-Guide klärt auf: Wann reichen 3 Grad, wann brauchst du zwingend 7 Grad und welche Trapezbleche dafür geeignet sind.

Kritische Faktoren: Das Mindestgefälle (Update 2026)

Achtung: Unterscheiden Sie zwingend zwischen der technisch möglichen Mindestneigung und der empfohlenen Regeldachneigung.

Szenario / Dachtyp Neigung Experten-Einschätzung & Maßnahmen
Trapezblech (durchgehend)
Keine Querstöße, ein Stück von First bis Traufe
ab 3°
(ca. 5,2 %)
Zulässig.
Da keine Stöße vorhanden sind, kann kein Wasser zurücklaufen.
Trapezblech mit Querstößen
Platten müssen in der Länge überlappt werden
< 7°
(3° – 6,9°)
⚠️ Risikobereich.
Nur mit zusätzlichen Dichtbändern (Butyl) und verlängerter Überlappung (200mm) zulässig. Gefahr von Rückstauwasser!
Regeldachneigung (Empfohlen)
Für maximale Sicherheit
ab 7°
(ca. 12,3 %)
Optimal.
Gilt nach Fachregeln als regensicher. Selbstreinigungseffekt setzt ein.

Sondervorkehrungen: Wenn Sie unter 7° (Flachdach) bauen

Falls Sie konstruktionsbedingt ein Gefälle zwischen 3° und 7° wählen müssen, sind folgende Maßnahmen keine Option, sondern Pflicht:

1. Verstärkte Abdichtung (Wasserrückstau verhindern):

  • Überlappung verlängern: Erhöhen Sie die Querüberlappung von den üblichen 150 mm auf mindestens 200 mm.
  • Doppelte Sicherheit: Legen Sie Butyl-Dichtband in jede Querüberlappung ein. Ohne Dichtband zieht Kapillarwirkung Wasser ins Dach!
  • Schraubenabstand: Setzen Sie im Überlappungsbereich alle 300 mm eine Verschraubung.

2. Konstruktiver Schutz:

  • Sickenversatz: Planen Sie einen Sickenversatz als natürliche Kapillarsperre ein.
  • Antikondensvlies: Bei flachen Dächern tropft Kondenswasser nicht ab, sondern sammelt sich. Ein Vlies ist hier essenziell.

Häufige Fehlerquellen (Expertentipp)

Warum 5 Grad oft nicht reichen:
Ältere Richtlinien sprachen oft von 5° Mindestneigung bei Überlappungen. Moderne Fachregeln und unsere Erfahrung zeigen jedoch: Bei starkem Wind drückt Regenwasser auch bei 5° noch die Überlappung hoch. Wir empfehlen daher für absolute Dichtigkeit immer >7° oder den peniblen Einsatz von Dichtbändern.

🛠 Ihre Einkaufsliste für Dächer unter 7° Neigung

Damit Ihr Flachdach garantiert dicht bleibt, haben unsere Experten diese Produkte zusammengestellt:

1. Das Profil

Trapezblech T-35
Die hohe Sicke (35mm) schützt vor überlaufendem Wasser bei Starkregen.

2. Die Dichtung

Butyl-Dichtband
Zwingend erforderlich für jede Längs- und Querüberlappung (Kapillarsperre).

3. Der Tropfschutz

Antikondensvlies
Verhindert das “Abtropfen” von Schwitzwasser im Carport.

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Nach aktuellen Fachregeln unterscheidet man zwei Fälle:
1. Ohne Querstöße (ein durchgehendes Blech): Hier sind 3° (ca. 5,2 %) zulässig.
2. Mit Querstößen (Überlappung): Hier gilt eine Regeldachneigung von 7° (ca. 12,3 %), um Wasserrückstau zu verhindern.
Wichtig: Werden 7° unterschritten, sind bei Überlappungen zwingend zusätzliche Dichtbänder erforderlich.

Bei sehr flachen Dächern unter 4° fließt Wasser nur langsam ab. Sie müssen zwingend drei Maßnahmen treffen:
1. Erhöhen Sie die Überlappung der Bleche auf mindestens 200 mm.
2. Legen Sie Butyl-Dichtband in jede Längs- und Querüberlappung ein (Kapillarsperre).
3. Nutzen Sie Bleche mit einer Profilhöhe von mindestens 35 mm für mehr Sicherheit.

Für flache Neigungen (< 7°) ist das Zubehör entscheidend für die Dichtigkeit. Unverzichtbar sind:
– Selbstklebende Butyl-Dichtbänder für die Stöße.
– Kalotten für die Obergurtbefestigung (bessere Lastverteilung).
– Antikondensvlies an der Unterseite der Bleche, um Abtropfen von Kondenswasser zu verhindern, da dieses bei geringer Neigung nicht abläuft.

Für die Planung Ihres Trapezblechdaches gelten folgende Richtwerte:
– 3 Grad ≈ 5,2 % (Mindestmaß für durchgehende Bleche)
– 5 Grad ≈ 8,7 % (Oft genannte Untergrenze)
– 7 Grad ≈ 12,3 % (Empfohlene Regeldachneigung)
– 10 Grad ≈ 17,6 % (Optimaler Selbstreinigungseffekt)
Faustformel: Prozent = tan(Grad) * 100.

Fazit: Unter 4° zählt jedes Detail

Ein Trapezblech-Dach mit sehr geringer Neigung ist machbar – wenn Sie die Regeln der Physik beachten. Sparen Sie bei Neigungen unter 7 Grad niemals am Dichtband. Bei uns finden Sie die passenden Montagesets und Dichtmittel, die genau für diese “Grenzbereiche” zugelassen sind.